Mopslegenden
Nach einer überlieferten Erzählung von Sir Roger William (1618) soll der Mops „Pompey“ seinem Herrn, dem Prinzen Wilhelm von Uranien ......
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Nach einer überlieferten Erzählung von Sir Roger William (1618) soll der Mops „Pompey“ seinem Herrn, dem Prinzen Wilhelm von Uranien (Wilhelm der Schweigsame), im Heerlager zu Hermigny durch sein lautes Gebell das Leben gerettet haben, als Attentäter den Prinzen ermorden wollten. Der Prinz, durch den Alarm des Hundes rechtzeitig gewarnt, konnte entkommen und soll in der Folge nie mehr ohne einen Mops gesehen worden sein, und die Rasse war noch recht lange mit dem Hause Oranien eng verbunden. Der Urenkel Wilhelms des Schweigers, Wilhelm III., segelte 1688 nach England, um dort den Thron zu besteigen. Mit dem Hofstaat wurde eine große Anzahl Möpse mitgeführt, alle mit einer orangefarbenen Schleife um den Hals, die ihre Zugehörigkeit zum Hause Oranien symbolisieren sollten. In Holland war zur Zeit der „Patriotten en Prinsgezinden“ der Mops das Symbol der „Prinsgezinden“, der Oranier-Anhänger, während der Spitz das Symbol der „Patriotten“ war. Man nannte sich gegenseitig „Mopsen“ und „Kezen“. Ein anderer Mops, der Geschichte machte, war Josephine Beauharnais' „Fortune“. Als Napoleon I. in der Hochzeitsnacht ins Ehebett wollte, wurde er von dem wütenden „Fortune“ daran gehindert und ins Bein gebissen. Anscheinend schlossen die beiden dann aber Frieden, und „Fortune“ soll fürderhin auch den Gemahl seiner Herrin verteidigt und ihn sogar vor einem Attentat bewahrt haben. Ein weiterer Mops, dessen Namen wir aber nicht kennen, ist ebenfalls in die Geschichte eingegangen. Es war der Mops des Herzogs von Württemberg. 1730 ging der kleine Hund in der Schlacht von Belgrad gegen die Türken im Kriegsgetümmel verloren. So unglaublich es klingen mag, eines Tages tauchte der Mops wieder in seiner Heimat auf. Er hatte den weiten Weg nach Hause wiedergefunden. Zu seinen Ehren wurde ihm nach seinem Tode im Schloßgarten zu Winnenden ein Denkmal errichtet, das noch heute hier steht. Den Grabstein ziert ein Mops in Lebensgröße, und zu seinen Füßen ist ein Vers in Stein gehauen.
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